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Lösungen für die Lokalisierung von mobilen Apps und eingebetteten Systemen

Herausforderung

Mobile Apps und eingebettete Systeme werden wie gewöhnliche Software über Ressourcendateien lokalisiert. Der erste Schritt vor der Übersetzung ist die Internationalisierung, die das „Auslagern“ der zu übersetzenden Texte in separate Dateien und das Ersetzen der ausgangssprachlichen Strings durch die übersetzten Strings umfasst. Internationalisierung bedeutet auch die Möglichkeit der Anzeige verschiedener Schriftsysteme und die Verwendung von Eingabemethode-Editoren. Dies ist für den ordnungsgemäßen Umgang mit Chinesisch, Japanisch, Koreanisch, Arabisch, Hebräisch und weiteren häufig verwendeten Sprachen erforderlich. Natürlich ist Internationalisierung einfach, wenn Sie eine App nur in einigen europäischen Sprachen auf den Markt bringen möchten; selbst Russisch stellt kein größeres Problem dar, aber wenn Sie den traditionellen Sprachenbereich verlassen und mit Sprachen wie Hindi oder Thai und deren eigenen Schriftsystemen arbeiten, gibt es wahrscheinlich größere Schwierigkeiten.

Für die Übersetzungstechnologie wird davon ausgegangen, dass die App bzw. das eingebettete System ordnungsgemäß internationalisiert ist. Mit Übersetzungstechnologie ist die Übersetzung verschiedener Dateiformate möglich. Welche Besonderheiten haben mobile Apps? Erstens weisen die Strings grundsätzlich eine String-ID auf: Hiermit wird angegeben, wo ein bestimmter String vorkommt. Beispielsweise kann der englische String „Join“ unterschiedlich übersetzt werden, je nachdem, ob es darum geht, einer Community beizutreten oder zwei Sätze zusammenzufügen. Außer der String-ID können auch Kommentare vorhanden sein, die die Arbeit der Übersetzer unterstützen und ihnen fehlenden Kontext geben. Als Faustregel gilt: Je kürzer der Text ist, desto ausführlicher sollte die Erläuterung für die Übersetzer sein.

Dateiformate

Die Lokalisierungsformate für die drei gängigsten Betriebssysteme sind unterschiedlich.
 
  • Für iOS wird der Dateityp *. strings verwendet.
  • Für Windows Phone werden, wie bei Windows .NET-Software, RESX-Dateien verwendet.
  • Für Android wird das XML-Format verwendet, das vom Entwickler definiert werden kann.
In memoQ können Sie alle drei Formate übersetzen. Wenn Sie Android-Apps übersetzen, müssen Sie Ihren eigenen XML-Filter einrichten.


Für eingebettete Systeme gibt es kein spezielles Dateiformat. In den meisten Fällen verwenden die Entwickler ein textbasiertes oder XML-basiertes Format. Die Strings können aber auch in Excel – häufig in mehreren Sprachen – aufgelistet sein. Mithilfe des Regex-Textfilters von memoQ können beliebige textbasierte Formate verarbeitet und String-IDs, Kommentare sowie zu übersetzende Strings aus diesen Formaten extrahiert werden. In memoQ stehen darüber hinaus zwei vielseitig konfigurierbare XML-Filter zur Verfügung: Der eine ist für einsprachige Inhalte vorgesehen und der andere für mehrsprachige XML-Dateien. Das Gleiche gilt für Microsoft Excel- und CSV-Dateien: Es ist ein separater, konfigurierbarer Parser für einsprachige und mehrsprachige Excel-Dateien verfügbar.

Längenbeschränkungen und Kontext

Textlängenbeschränkungen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Sie können in den Text-, XML- oder Microsoft Excel-Dateien die zulässige Länge für einzelne Strings angeben und diese Angaben als Kommentare in memoQ importieren. In memoQ kann dann automatisch geprüft werden, ob der Zieltext die zulässige Länge in Zeichen überschreitet. Es kann auch eine standardmäßige maximale Länge (beispielsweise 80 Zeichen) für alle Strings festgelegt und diese Länge geprüft werden. Das Qualitätssicherungsmodul von memoQ hebt dann die Segmente hervor, die zu lang sind.

Damit Sie während der Übersetzung und Überprüfung mehr Kontext erhalten, wird in memoQ eine Vorschau Ihrer Dokumente angezeigt. Bei mehrsprachigen Dateien können Sie alle Sprachversionen gleichzeitig in der Vorschau sehen. Dies hilft Ihnen, wenn ähnliche Sprachen wie die zu übersetzende Sprache vorhanden sind: Beispielsweise kann die dänische Lokalisierung für die schwedische oder norwegische hilfreich sein. Französisch und Spanisch können für das Italienische helfen.

Einrichten eines Lokalisierungsprozesses

Wenn eine App oder ein System bereits lokalisiert ist, können Sie die ursprünglichen Strings und die Übersetzungen schnell in memoQ verwenden. Mithilfe des strukturellen Alignments werden die String-IDs analysiert und die Texte in den verschiedenen Sprachen unter den entsprechenden String-IDs in einer Datenbank zusammengeführt. Sie können Ihre vorhandenen Übersetzungen sofort in memoQ einpflegen.

Apps und eingebettete Systeme werden häufig aktualisiert. Wenn Sie flexible Entwicklungsmethoden verwenden und Ihre Systeme fortwährend aktualisieren, müssen Sie die Ressourcendateien nur neu importieren. memoQ übernimmt dann alle vorhandenen Übersetzungen aus der vorherigen Datei. Wenn die Aktualisierungen so häufig erfolgen, dass Sie den Prozess automatisch ausführen lassen möchten, oder wenn Sie nicht sehr viele Apps bzw. Systeme lokalisieren, können Sie alle Änderungen nachverfolgen und nur die neuen Strings für die Übersetzung bereitstellen, sofern Sie Content Connectors verwenden.